Live 4 Existence

Weil mehr dahinter steckt
 

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Eine kleine Sammlung von geschriebenen Texten. Vieles aus dem alltäglichen Leben wird vergessen und vieles was passiert wird nicht hinterfragt. Wir nehmen hin oder kümmern uns nicht drum. Ich schreibe auf! Reaktionen, Meinungen, Ideen und Kleinigkeiten die das tägliche Leben bereichern. Viel Spaß

 


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Blog

Fernsehen

Bei mir ein leidiges Thema. Meine Freundin sagt, sie schaue gerne diese Verblödungssendungen, vorallem wenn ich mit gucke. Das liegt nicht dann nicht am Inhalt, sondern daran, dass ich mich dabei so aufrege. Ich kann das durchaus nachvollziehen. Also mich! Unser Fernsehprogramm ist dazu gemacht uns zu Unterhalten, nur leider soll es jeden Unterhalten. Das heißt für mich, der gerne Bildung auch über das TV Programm erhalten möchte: Pech gehabt. Wie schlimm muss es da erst für inteligente Personen sein. Da ich mich nicht für eine Hochgradig gebildete Person halte, sehe ich aber Hoffnung. Es muss doch noch mehr Menschen auffallen, was für eine hirnlose Scheiße uns da jeden Tag auf dem Bildschirm dargeboten wird. Eine gesellschaftsübergreifende Verblödung durch die Mediengesellschaft. Die Kinder gucken einem Schwamm zu, der an der Kasse eines Fastfood Restaurants sitzt und sich ein eigenes Haus leisten kann. Welch großartige Vorbereitung auf das Berufsleben. Nebenan lebt ein depressiver, arbeitsloser Tintenfisch in seinem Haus. Wenn wundert da noch die Aussage: "Hartz 4" auf die Frage nach dem späteren Berufswunsch? Dann geht es weiter mit dem Programm für die Jugendlichen. Wenn man es positiv betrachtet, wird der 14 bis 16 Jährige da immerhin schonmal auf seine spätere Nachbarschaft vorbereitet, sofern er denn Beruflich dem Schwamm nacheifert. Ich habe nichts dagegen, dass uns im Fernsehen diese Schreckensbilder unserer Gesellschaft voraugen gehalten werden, aber sie sollten nicht in den täglichen Alltag integriert, sondern doch bitte durch Bildung bekämpft werden. Nach jeder halben Stunde "2 bei Kalvas eine Stunde Gesellschaftswissenschaft live! Damit den Zuschauern einmal gezeigt wird, wir können den Ist-Zustand ändern. Wir können was tun. Wir müssen etwas tun! Stattdessen werfen wir Medienhuren Geld in den Rachen. Meinetwegen können wir diesen Leuten das Gehalt weiter Zahlen, aber wir ziehen für jeden Grammatikfehler und für jede Falschaussage 50€ ab. Damit dürften dann bald viele Penthouse Wohnungen in Köln frei werden. Grade bei meinen lieben Freunden von RTL dürfte das einige Redakteure in "Minuseinkommen" bringen. Wobei ich bezweifel das diese Leute einen Unterschied merken würden. " Je mehr Scheiße ich berichte, desto größer wird die Zahl am Ende des Monats." Also alles wie jetzt auch. Nachdem ich die Berichte über Computerspieler und Emo's gesehen habe, die auf RTL ausgestrahlt wurden, habe ich meine Meinung über RTL geändert. Also den Teil mit der Hoffnung. Ich gehöre zu keiner dieser Gruppen, aber selbst ich habe festgestellt wie erbarmungslos pauschalisiert wurde und mit welcher Intensität das Negative hervorgehoben wurde. Der Inbegriff moderner Volksverhetzung. Da bin ich doch froh, dass die Jugendsubkultur der ich mich zugehörig fühle relativ unbekannt ist. Jeder der mit diese Gruppen zu tun hat wird Informationen herausfiltern können, aber welchen Eindruck soll jemand bekommen, dem diese Szene gänzlich unbekannt ist? Diese Personen bekommen ein Bild in den Kopf gesetzt, ohne selber mit dieser Gruppierung Kontakt gehabt zu haben und nach diesem Bild möchte man den Kontakt auch gar nicht mehr herstellen. Dann geht es weiter mit dem Fernsehen für sie Erwachsenden. Die Nachrichten. Eine sehr schöne Idee, der Information über aktuelle Themen. Leider wie so häufig, kann man auch eine gute Idee schlecht umsetzen. Hier hat Volker Pispers eigentlich schon alles gesagt was gesagt werden muss. Über Rentenbeiträge im Jahr 2050 und der ewigen Schleife unserer Probleme. Ich möchte an einer anderen Stelle ansetzen. Bei den Zuschauern und unseren Möglichkeiten. Dazu möchte ich Zitat aus einem Lied zum Einsatz bringen. "Lage dramatisch verschlechtert, heute fantastisches Wetter." ( Fettes Brot - An Tagen wie diesen.) Eigentlich müsste man den ganzen Songtext hier niederschreiben. Wir sind als Zuschauer schon so überflutet mit schrecklichen Informationen, dass wir diese zwar wahrnehmen, aber mehr auch nicht, aber das schlimmste dabei ist, selbst wenn wir helfen wollten, wie sollten wir es tun? Haben wir Möglichkeiten dazu? Wenn sie diese Möglichkeiten suchen und vordern, gehen wir in die richtige Richtung.  Die Freiheit nehm ich mir, bevor sie mir genommen wird.

14.11.11 09:13, kommentieren

Menschen und deren Selbstwahrnehmung

Es ist erstaunlich und das jedes mal aufs neue.

Menschen verändern sich unter bestimmten Umständne und Einflüssen. Dieses tun sie gravierend unter dem Einfluss von Alkohol. Das faszinierende dabei ist, sie verhalten sich anders, aber die Selbstwahrnung ist so ausgelegt das dieses gekonnt ignoriert wird. Leider sinkt mit steigendem Blutalkoholspiegel jegliches Gefühl von Selbstachtung und Feingefühl. Amüsant für Anwesende, weniger amüsant für die betroffene Person selbst, sollte man zumindest meinen. Kommen wir zu der Gattung von Menschen, die dieses aber antscheinend auch nüchtern sehr gut ignorieren können und Fehler nicht als Grund zum lernen ansehen sondern als Herrausvorderung diese nocheinmal zu übertreffen. Das Leben hat Höhen und Tiefen, aber manche davon kann man mit etwas Überlegen selber steuern.

14.3.11 19:04, kommentieren

Hänsel und Gretel

Eine Geschichte über die Erziehung der Kinder, die Wünsche der Eltern und ein nummerisches Bewertungssystem für den Charakter der jungen Generation. Eine analythische Darstellung des Märchens "Hänsel und Gretel", projiziert auf eine moderne Gesellschaft.


Hänsel und Gretel verliefen sich im Wald.

Es war so finster und auch so bitterkalt.

Sie kamen an ein Häuschen aus Pfefferkuchen fein.

Wer mag der Herr wohl von diesem Häuschen sein.


Es wurden einst von einem Hausmädchen zwei Geschwister durch den Park in die Schule geschickt. Das Hausmädchen wurde von den Eltern bezahlt, da diese sich gerne selbstverwirklichen wollten und somit keine Zeit für ihre Kinder hatten. Der ein oder andere würde jetzt an vernachlässigung denken, aber so darf man in Akademikerkreisen nicht sprechen. Also gingen besagte Geschwister durch den Park zu ihrem ersten Schultag. Sie standen mit ihren farbigen und mit Süßigkeiten gefüllten Schultüten vor dem Gebäude und lecken sich die schokoladenverschmierten Hände. Hans, mit dem Idialgewicht eines 9 Jährigen, im alter von 7 Jahren und Gretchen in Ihrer hautengen XL Leggins, die ihr mit 5 Jahren noch zu eng war, hatten ein Strahlen in den Augen. NOCH!


Hänsel war hungrig, stibitzt ein Stück vom Dach.

Und auch die Gretel macht es dem Bruder nach.

Es schmeckte gar so lecker, sie aßen immer mehr.

Plötzlich da knackt es und sie erschraken sehr.



Hans sah Gretchen an. Sie wusste genau was er wollte. Sie hatte seine Lieblingsschokolade in ihrer Schultüte. Ob es Absicht war oder ein Zufall weiß man nicht, aber das Hausmädchen hatte Hans nichts von dieser Schokolade eingepackt, die Eltern würden es wahrscheinlich mit Charakterbildung und Schulung des Durchsetzungsvermögungs rechtfertigen. Beide erschraken beim essen, als die Schuhlglocke ertönte.


Huhu, da schaut eine alte Hexe raus.

Sie lockt die Kinder ins Pfefferkuchenhaus.

Sie stellt sich gar freundlich, o Hänsel, welche Not,

sie will dich braten, im Ofen braun wie Brot.


"Guten Tag liebe Kinder, mein Name ist Frau XXX, ich bin eure Klassenlehrerin." Sie sprach mit einer freundlichen, monotonen Stimme. Sie machte den Eindruck, als ob sie subtil für einen Pflanzendünger halten würde und beim Betrachten kam einem der Gedanke, wieso die Esthetik der Gedanken, so gleichbedeutend der Optik sein muss. Ähnliche Gedanken, wie beim Blick ins Parlament.


Du alte Hexe, du bist ein böses Weib.

Frißt kleine Kinder nur so zum Zeitvertreib.

Wir stellen dir ne Falle dann ist's mit dir vorbei.

Das ist die Strafe für Kinderbraterei.


Ein Jahr später: Notenvergabe. Hans hat sich mitlerweile vom Sportuntericht befreien lassen und Gretchen hat sich erfolgreich auf ihr Geburtsgewicht zurückgehungert.


Doch als die Hexe zum Ofen schaut hinein,

ward sie gestoßen von unserm Gretelein.

Die Hexe musste braten, die Kinder geh'n nach Haus.

Nun ist das Märchen von Hänsel und Gretel aus.


Jahre später. Hans und Gretchen verlassen die Schule. Sie haben abgesehen von einer Bewertung ihrer Leistungsfähigkeit auch gleich, von sehr intensiv ausgebildeten Pädagogen, fachmännisch bewertete Beurteilungen über Ihre Soziale kompetentz und Integration erhalten. Das diese Bewertung ähnlich Sinnvoll ist wie ein Aschenbecher auf einem Motorrad und mit Fachwissen, welches stark an die Englischkenntnisse von Giudo Westerwelle erinnert, ausgeführt wurde, wird in guter alter Tradition solange verdrängt, bis sich nichtmal die Erschaffer dieses Bewertungsprinzips daran erinnern können. Beide gehen nun, mit dieser für ihr Leben kennzeichnenden Erkenntnis nach Hause. Aber was haben wir nun daraus gelernt? Das manche Gesetze schwachsinn sind? Das dem Beruf des Lehrers eine ordentlichen Ausbildung und Auswahl zur Verfügung stehen sollte und wir nicht alles von den Hecken und Zäunen einsammeln sollten was bis drei zählen kann, zur Unterweisung unserer Kinder? Mit Sicherheit ist all dieses richtig. Aber vorallem sollten wir lernen, dass Bewertungen und Zukunft nicht Sache der Politik oder der Vorschriften ist, sondern es ist alles Menschensache!

1 Kommentar 14.3.11 18:52, kommentieren

Atomkraftwerke

In Japan besteht eine Katastrophe mit atomarer Beteiligung. Unsere Kanzlerin hat nun eingesehen das die Laufzeit unserer Werke nicht verlängert wird. Was passiert als nächstes? Wird sie im Fernsehen mitbekommen wie jemand erschossen wird und entscheiden: Pistolen sind doof?
Wir werden nicht von intelligenten Menschen regiert, sondern von einer Gruppe Kindergartenkinder, aber es ist immerwieder schön zu sehen, dass diese Kinder wenigstens lernfähig sind.

14.3.11 18:50, kommentieren

Leseprobe: Der Tod

Dean sah den alten Mann an. Seine vergilbte Haut , seine trüben Augen. Bei seiner Nase blieb er stehen. Ihm fiel eine kleine Narbe auf dem Nasenrücken auf. Sie musste von einer lang zurück liegenden Verletzung kommen. Kopfschüttelnd riss er sich von diesem Anblick los, er war nicht hier um die Lebensgeschichte dieses alten Mannes zu ergründen, sondern eher um dieser Geschichte nun ein passendes ende zu verleihen. Aber wie? Es war nicht so, dass er zu wenig Möglichkeiten hatte, nur wenn man seit Jahrtausenden Menschen umbrachte, erforderter diese Tätigkeit Kreativität um nicht eintönig zu werden. Er lächelte, als er daran dachte wie die Polizei die Leiche von Pettersson findet, der von einem Rottweiler, der aus dem dritten Stock fiel erschlagen wurde. Ein Geniestreich dachte er. Naja in diesem Fall sah er keinen Balkon, geschweige denn einen Rottweiler. Nicht einmal ein Goldfisch war vorhanden, wobei er diesen wahrscheinlich so Doll werfen könnte wie er wollte ohne, dass dieser alte Greis überhaupt etwas spüren würde. Es war ein Dilemma, aber er hatte schon andere Situationen gemeistert und würde auch dieses Mal etwas finden.  Sein Blick viel auf den Herzschrittmacher. Na gut dann dieses Mal subtil. Er berührte das Gerät und augenblicklich versagte der elektronische Impuls. Der Mann sank ohne einen Laut, abgesehen von einem klirren, als sein Kopf den gläsernden Schirm der Stehlampe zerspringen ließ, zusammen. Oh oh dachte er, wenn das mal nicht die gute Frau Gemalin gehört hat. Naja dachte er schmunzelnd, streng genommen die gute Frau Witwe, auch wenn sie es zu diesem Zeitpunkt noch nicht wusste. Er verzichtete darauf sich noch einmal um zu drehen und verließ den Raum. Natürlich hätte er auch einfach verschwinden können ohne sich auch nur zu bewegen, aber manchmal bevorzugte er die Menschentypische art. Grade in Momenten wie diesen, wo er einmal der Hektik und dem Stress des Geschäftes entgehen konnte. Keine weiteren Toten heute Nacht. Müssen sie damit klarkommen auch mal einen Autounfall zu überleben. Er würde diese Nacht, wie auch die Nacht davor damit verbringen in den menschenlehren Straßen der Stadt umher zu laufen. Manch einer würde es sicher als Faulheit oder gar Arbeitsverweigerung ansehen, aber ihm gefiehl der Gedanke den noch Lebenden ein Geschenk zu machen besser. In letzter Zeit hatte seine begeisterung für die menschliche Rasse ohne hin zugenommen. Noch stärker als sie eh schon ausgeprägt war. In einer dunklen Gasse zu seiner linken hörte er ein vertrautes Geräusch. Ohne direkt hinzusehen sagte er: “Lucifer, was willst du, ich habe für heute Feierabend.”Eine dunkle Gestallt trat aus der Gasse und klopfte sich die Hose mit den Händen ab. "Wiederlich, dass diese Menschen ihre Müllkontainer immer wieder an neue Orte stellen müssen, letzte Woche war dort noch keiner."sagte die Gastalt. "Das kommt davon, wenn man nur noch so selten auf der Erde wandelt mein Freund, ich kann dir ja mal eine Karte der örtlichen Müllabfuhr mitbringen, dann brauchst du dich nur noch vor Schwimmingpools zu fürchten" Er grinste. "Das war ein einmaliger Unfall in diesem Neubauviertel, ach was rege ich mich auf, deswegen bin ich nicht hier." "Weswegen dann?" "Wenn du mich ausreden lassen würdest könnte ich es dir erklären. Es geht um ein Mädchen." "Was hast du jetzt schon wieder angestellt? Deine Sekräterin? Eine der netten Folterdamen?" "Nein, nein, es geht nicht darum was ich gemacht habe, also eigentlich schon, aber nicht das woran die wieder denkst. Du weißt doch das die Gabe des Todes von mir an besondere Leute verliehen wird, wenn sie zu mir in die Hölle kommen sollen oder?" "Ja natürlich, ich habe das ganze mitgemacht und soweit ich mich erinnern kann war ich der letzte dem du diese Gabe verliehen hast und da wir so selten selber sterben sollte dir das noch bekannt sein, ich meine es ist ja nicht soviel los beim Verteilen." "Ja du hast ja recht. Allerdings war es neulich mal wieder fällig, da der alte James in Europa gekündigt hat." "Oh jammerschade ein gute Mann, mir geviel seine Art, altmodisch, aber doch immer wieder spektakulär.""Es geht nicht um James, es geht darum das mir nun bei der Auswahl ein kleines, naja Missgeschick passiert ist." "Ein Missgeschick? Was soll das heißen?" "Naja du weißt ja das ich nicht grade eine tolle Ordnung auf meinem Schreibtisch habe und naja, da habe ich mich wohl zufällig in der Liste geirrt." "In der Liste geirrt?" "Naja ich muss wohl ausversehen in die Liste der noch lebenden Menschen abgerutscht sein." verlegenheit breitete sich auf Lucifers Gesicht aus. "Du hast was?" fragte Dean "Naja es sieht halt so aus, das jetzt eine Lebende die Gabe des Todes besitzt, naja zumindest den Teil mit dem Leute umbringen." "Und du erwartest jetzt von mir, das ich die kleine umbringe, weil du es nicht schaffst deinen Arbeitsplatz sauber zu halten?" "Ich wusste das du das verstehst, sowas kann ja mal passieren." "Nein du verstehst mich nicht, ich werde nicht jemanden umbringen, nur weil dir ein Fehler unterlaufen ist und schon gar nicht ein unschuldiges Mädchen." "Ich kenne deine schwäche für die Menschen, aber was soll ich tun? Sie ausbilden kann ich nicht, dazu fehlt mir die Zeit." "Manchmal bist du doch nicht so doof wie ich befürchtete, du kannst sie nicht ausbilden, aber ich kann es tun." "Nein das kommt nicht in frage, du vernachlässigst so schon genug deine Arbeit, da kannst du nicht noch einen Lehrling gebrauchen, das..." "...das ist genau die richtige Idee." unterbrach er ihn und fügte hinzu "Ich werde es tun und somit die Sache für dich wieder gerade biegen." "Hm... ich weiß ja nicht, aber ach was solls sie ist ja auch in dem passenden alter damit du mit ihr sprechen kannst, naja zumindest optisch in deinem Alter, alles andere wäre stark ungewöhnlich oder würde zumindest stark riechen." "Ich verstehe schon, wo lebt sie?" "Oh hier in der Stadt, dass ist nicht das Problem, aber wie willst du das anstellen? Willst du dich ihr zu erkennen geben und sagen: Hey ich bin der Tod freut mich deine Bekanntschaft zu machen." "Ja!" "Wie ja?" "Ja genau so" "Oh man Gott jetzt bist du völlig durchgeknallt. Dean dieses Mädchen ist 18 Jahre alt und lebt noch, was meinst du wie sie reagiert?" "Naja sie wird am Anfang vllt etwas durcheinander sein, aber sie gewöhnen sich doch alle schnell daran." "Ja die meisten sind aber auch Tod, grade dem Teufel begegnet und in der Hölle, meinst du nicht das sie bereit sind etwas schneller ausgewöhnliche Dinge zu akzeptieren?" "Ich werd das schon schaffen und jetzt geh bevor du noch weiteren Schaden anrichtest." "Ich verlasse mich auf dich." Damit verschwand er spurlos.

16.2.11 20:48, kommentieren

Antrag

Antrag auf Heiligenschein Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit stelle ich für meine geliebte Partnerin einen Antrag auf einen Heiligenschein. Ich weiß nicht genau welche Nachweise sie brauchen, deshalb bitte ich sie mich zu benachrichtigen falls Unterlagen fehlen sollten. Sie fragen sich jetzt sicherlich wie ich auf diese Idee gekommen bin und ich möchte es ihnen auch nicht vorenthalten. Ich verfolge mit Interesse und zugeben amüsierten Ambitionen die Geschichte ihrer irdischen Vertreter. Dabei werfen sich mir ziemlich viele Fragen auf, die ich allerdings, als ich versuchte sie mit unserem örtlich ansässigen Gottesvertreter zu erörtern, nicht beantwortet bekommen habe. Ich glaube er murmelte als ich die Kirche verlassen musste etwas von Amtsanmaßung und Ketzerei. In der Hoffnung dass sie wirklich überall ein offenes Ohr haben und das grade in den eigens für sie errichteten Gebäuden, werde ich sie nicht wiederholen. Zugegeben ich hätte vielleicht auch angesichts der Jugendverträglichkeit darauf verzichtet, aber ich denke da sind sie von ihren Anhängern einiges mehr gewohnt. Um dieses nicht in reine Philosophie ausarten zu lassen, womit sie denke ich eh schon geplagt genug sind, möchte ich nun weiter machen. Also mein erwähntes Interesse an der Geschichte ihrer Vertreter veranlasste mich dazu mich zu fragen, was denn nun Vorrausetzung ist um heiliggesprochen zu werden? Ich konnte mir nach eigehenden Recherchen in der Biografie ihres Sohnes nicht vorstellen, dass Völker ausrauben und Menschen verbrennen wirklich Tugenden seien sollen, wenn ich mich da täuschen sollte betrachten sie diesen bitte als nichtig, da ich meine Freundin trotzdem nicht guten Gewissens dazu ermutigen kann. Betrunken Auto fahren werden wir schon hinbekommen, solange es mir erlaubt ist daneben zu sitzen und Verletzungen zu vermeiden, aber ich weiß nicht ob dieses in der zweitrangigen Sekte verbreitetes Ritual für sie erforderlich erscheint. Nun zu den Referenzpunkten die meiner Meinung nach für die Heiligsprechung meiner Partnerin sprechen. Sie ist ein ganz liebes Mädchen und hat auch noch nie sonderliches Interesse an halbwügsigen gezeigt, was sie denke ich der erforderlichen Qualifikation um einiges näher bringt als eine Vielzahl der hier angesiedelten Geistlichen. Es wirft auch die Frage auf wie so etwas im katholischen Glauben gerechtfertigt werden kann. Den Bibeltext „wenn ihr nicht werdet wie die Kinder, werdet ihr nicht einkehren in das Himmelreich“ hätte ich persönlich jetzt anders interpretiert, allerdings bin ich ja in diesem Gebiet auch nicht ausgebildet. Auch in der Verbrennung von Mitmenschen aufgrund ihrer Haarfarbe hat sie sich bis jetzt zurück gehalten. Ich weiß zwar nicht ob es an mangelndem Interesse oder an mangelnden Anhängern liegt, aber ich konnte auch noch keine Pläne zum Starten eines Kreuzzuges ausfindig machen. Dieses bringt mich zu einer weiteren Frage, die sich vielleicht schon viele gestellt haben und die ihnen auch nicht ganz unbekannt sein dürfte. Ist der Mensch von Natur aus gut? Wie funktioniert es, dass tausenden Menschen sich zusammen tun, andere als schlechter betrachten und anfangen ihnen etwas auf zu zwingen, obwohl diese bisher auch ziemlich erfolgreich ohne klargekommen sind? Ich meine, wenn ich jemanden zum Essen einlade und Hühnchen mache und mir diese Person nun erzählt, dass sie mit Hühnchen aber nichts anfangen kann, dann habe ich natürlich die Möglichkeit diese Person dazu zu ermutigen es mal zu probieren. Kommt dann ein „nein“ fange ich ja auch nicht an ihr das Hühnchen unter Gewalt in den Magen zu stopfen. Natürlich kommt einem dieser Gedanke bei manch einer trotzigen Person, aber jeder zivilisierte Mensch wird mir zustimmen, dass es bei diesem Gedanken bleiben wird. Also ist ja die Frage, ob man es durch die schlichte Masse der Fürsprecher rechtfertigen kann? Allerdings werde ich von oben erwähnter Methode auch absehen, wenn noch fünf weitere Menschen dabei sitzen, die auch Hühnchen mögen. So wird mir sicherlich jeder zustimmen, dass es nicht sinnvoll ist anderen glücklichen Menschen etwas auf zu zwingen was sie nicht brauchen und wollen. Ich möchte auch soweit gehen und sagen, dass man das Töten von tausenden von Menschen auch gut und gerne als Völkermord bezeichnen kann. Da wir ja in unserer Geschichte recht viele etablierte Beispiele von Völkermord finden, wundere ich mich, dass im Fall unserer göttlichen Vertreter nicht die übliche Reaktion folgte. Ich kenne keinen Diktator, der nach so einer Tat als Weltreligion gefeiert wurde und dessen Wahrzeichen nicht verboten wurde. Entschuldigung für die Abweichung, aber wenn man schon mal die Möglichkeit hat so einen Brief zu verfassen sollte man sich nicht kurz fassen. Ich sollte mich doch als Anhänger einer solchen Organisation fragen ob ich unbedingt einer Bande raubender, mordender und Kinder… (sie wissen schon) selbsternannter Heiliger angehören möchte? Ich wette wenn sie ihr pädophiler Nachbar ansprechen würde bei ihm mitzumachen würden sie ihm auch keine Steuern zahlen. Ich möchte nicht bezweifeln, dass es genug Organisationen gibt die einem noch wesentlich mehr Geld aus der Tasche ziehen, aber die bemühen sich ja wenigstens um Seriosität. Es hat meiner Meinung nach einen gewissen Sinn, dass Verbrecher nicht nach sechs Vater-Unser wieder freigelassen werden, weil sie ja jetzt dank dem Glauben bessere Menschen seien. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass es möglich sein kann, das ein alter Mann der auf einem Balkon steht und einmal im Jahr winkt ohne runter zu fallen, der Vertreter einer übergeordneten Macht sein soll. Ich wende mich deshalb auch an sie und bitte sie um ein wenig mehr Gerechtigkeit. Lassen sie doch zum Beispiel mal ein 12 jähriges Mädchen als ihre Vertretung zu, ich wette da würde der Vatikan in ein paar Wochen ganz anders aussehen. Aber wahrscheinlich würde das wieder mit der lüsternen Knechtschaft namens Kardinäle nicht gut gehen. Ich möchte ja nicht ihnen alleine die Schuld an diesem Dilemma geben, aber ein bisschen mehr Begeisterung für ihre Schöpfung wäre angemessen. Ich weiß man bohrt nicht in offenen Wunden, aber immerhin hat ihr Sohn sehr auf opferungsvoll gezeigt, dass es sicherlich auch anders geht.

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